Höhlen in den USA, die für Einheimische und Touristen garantiert einen Besuch wert sind
Über ihre Landesgrenzen hinaus sind die USA eher für ihre riesigen, dichtgedrängten Großstädte bekannt: Dabei können Touristen ebenso wie Einheimische der schnelllebigen Lebensweise der Vereinigten Staaten auf geschickte Weise entkommen, indem sie sich zur Abwechslung einmal unter Tage bewegen. Kaum überraschend, schon alleine aufgrund der schieren Landmasse der USA, hat die viele spannende Höhlen zu bieten – auch für Touristen, die noch nie unter Tage unterwegs waren.
Penn’s Cave – ein Highlight in Pennsylvania
Da Pennsylvania nicht so weit von New York City entfernt ist, was das Hauptziel vieler Touristen sein dürfte, kommt Penn’s Cave zumindest für einen mehrtägigen Trip in Frage. Die Höhlen sind schon allein deshalb besonders, weil sie teilweise mit Wasser vollgelaufen sind, weshalb sich Abenteurer da für ihre geführte Tour auch in ein Boot begeben. Praktischerweise können Gäste von Penn’s Cave, nach ihrem Höhlenbesuch, auch direkt noch das überirdische Naturzentrum erkunden. Dort lassen sich beispielsweise Bisons, Wapitis und sogar Pumas entdecken. Erstaunlicherweise ist unter Geologen bis heute nicht vollständig geklärt, wie das hydrologische Höhlensystem überhaupt seinen eigenen Wasserhaushalt steuert – obwohl das Höhlensystem komplett mit Wasserstraßen durchzogen ist.
Crystal Cave – die Höhle, die gar keine ist
In Ohio gibt es mit dem Crystal Cave eine einzigartige Höhlenformation, die aus geologischer Sicht genau genommen gar keine ist. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen Hohlraum in einem riesigen Felsen, der bereits im Jahr 1887 entdeckt wurde. Crystal Cave zählt als die größte Geode der Welt und ist unter anderem für ihre Coelestinkristalle bekannt – die befinden sich direkt an der Felsformation und wurden über die Jahre fortlaufend abgetragen, um sie zu Feuerwerk zu verarbeiten. Dadurch wurde die Höhle, die gar keine ist, nur noch größer – und ist heute weitaus größer als so manche „echte“ Höhle. Wer auf Nummer sicher gehen und sich nicht verirren möchte, sollte am besten vorsorgen – mit kontinuierlichem Handy- und GPS-Empfang. Um kostspielige Roaming-Gebühren ebenso zu vermeiden, können Touristen Buddysim USA nutzen. Das hat noch einen weiteren Vorteil: So lassen sich die vielen aufregenden Schnappschüsse auch direkt an die Freunde und Verwandten zuhause versenden.
Zumindest für flüssige Verpflegung ist übrigens ebenfalls gesorgt, denn unmittelbar an die Felsformation angeschlossen ist die Heineman Winery. Da erwartet Gäste ebenso wie Einheimische ein edler Tropfen der besonderen (Ursprungs-)Art.
Mammoth Cave – die größte Höhle der Welt
Wer sich sowieso schon in den USA befindet und sich für Höhlen begeistert, der möchte höchstwahrscheinlich auch die größte bekannte Höhle unseres Planeten entdecken – und das ist der Mammoth Cave. Der wird seinem Namen aufgrund der schieren Größe, kartographiert sind rund 214 Quadratkilometer, gerecht. Noch dazu fasst das Höhlensystem insgesamt sechs Ebenen, ist also schon fast mit einem klassischen Mehrfamilienhaus in Deutschland zu vergleichen. Die Höhle selbst ist ein fester Bestandteil der Region und wird von Anwohnern, so zumindest die historischen Überlieferungen, bereits seit mehr als 5.000 Jahren besucht.
So viel vorweg: Den kompletten Mammoth Cave werden Touristen garantiert nicht sehen, tatsächlich nicht einmal ein kleines Stück davon. Insgesamt warten dort nämlich rund 600 Kilometer Höhlen- und Wanderwege, die meisten Touren beschränken sich auf wenige Kilometer, die die Vielfalt der Höhle schon eindrucksvoll belegen. Historisch begaben sich mutige Bergbauer, Geologen und Arbeiter immer wieder in die Höhle, unter anderem um Salpeter da zu gewinnen – der später zu Schießpulver verarbeitet wurde. So wurde über die Jahrzehnte immer mehr von der Höhle entdeckt und kartographiert – bis sie schließlich ihren Titel als größte Höhle der Welt erlangte.
Laurel Caverns – Höhle modern gedacht
Weitaus kleiner ist Laurel Caverns in Pennsylvania, insgesamt kann man dort rund 5 km erkunden. Besonders ist der Ausflug dahin auch deshalb, weil Teile der Höhle farbenfroh ausgeleuchtet werden. So werden die Felsformationen im Inneren der Höhle in grüne, rote, blaue und orangefarbene Lichter gehüllt. Nicht nur für Kinder dürfte der Ausflug auch deshalb ein Highlight sein, weil die Höhle noch einmal als Minigolf-Platz und Golfschürfer-Attraktion nachgebaut wurde. So kann man in und rund um Laurel Caverns durchaus einen kompletten Tag verbringen und sich anschließend in einem der nahgelegenen Restaurants stärken.
